Wiesentheid

Aufgrund einer Schenkung des Bischofs Drakolf von Freising an das Kloster Schwarzach wird „wisenheida“ 918 erstmals erwähnt. Später gelangte Wiesentheid in den Besitz der Grafen von Castell, die vom 13. bis zum 16. Jh. verschiedene Rittergeschlechter, als Lehensträger einsetzten. Den größten Lehensbesitz sicherten sich ab der Mitte des 15. Jahrhunderts die Fuchs von Dornheim. Die Witwe des letzten hier ansässigen Fuchs vermählte sich 1676 mit Johann Otto von Dernbach, der Wiesentheid 1682 zum Markt erhob. Graf Dernbachs Witwe Maria Eleonore heiratete 1701 den Reichsgrafen Rudolf Franz Erwein von Schönborn, unter dessen Herrschaft bald eine rege Bautätigkeit einsetzte.

So entstanden die heute noch das Ortsbild prägenden Barock- und Rokokobauten: Kirche, Pfarrhaus, Rathaus, Apotheke, die Amtshäuser in der Kanzleistraße sowie die Kreuzkapelle und das Residenzschloß in ihrer heutigen Form.

Herausragende Künstler, wie der Baumeister Balthasar Neumann, der Freskomaler Giovanni Francesco Marchini oder der Kunstschreiner Johann Georg Neßtfell arbeiteten für den kunstsinnigen Grafen.

Die Mariensäule auf dem früheren Marktplatz wurde 1859 errichtet. Dem Anschluß an die Eisenbahnlinie Kitzingen-Gerolzhofen im Jahr 1893 folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, der, noch beschleunigt durch den Bau der Autobahn (1959-63), bis in die heutige Zeit fortwirkt und zur Ansiedlung zahlreicher Produktions- und Verarbeitungsbetriebe führte. Seit 1. Januar 1976 ist Wiesentheid Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft. Nach Eingliederung der Gemeinden Reupelsdorf (1972), Geesdorf (1977), Feuerbach (1978) und Untersambach (1978) umfaßt der Markt Wiesentheid heute eine Gesamtfläche von 30.71 qkm.

 

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Information


Balthasar-Neumann-Straße 14
97353 Wiesentheid

Telefon: 09383/97350
Telefax: 09383/973533

info@wiesentheid.de

http://www.wiesentheid.de

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